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Markus Erb

18.01.2017

Als ich angefragt wurde, ob ich im Alpenprotokoll mitmachen wolle, empfand ich zuerst blanken Horror: Berge, Kälte, dünne Luft und bedingt durch meine Blindheit grösstmögliche Schwierigkeiten, bei diffuser Witterung das Wetter in den Alpen einschätzen zu können, wären genügend Gründe für eine höfliche Absage gewesen. Dass ich mich nach mühsamem Ringen mit mir selber dann endlich doch noch zur Teilnahme entschliessen konnte, empfinde ich heute als Glücksfall. Zwar machte mir die Bergluft dann und wann zu schaffen, ich wurde aber entschädigt durch gemütliche, friedvolle, abwechslungsreiche und von Geborgenheit gekennzeichnete Tage. Schon am ersten Abend war mir völlig klar, dass wir in der Gruppe mit sehr lieben, unterschiedlichen Menschen einander vertrauen durften und uns gegenseitig bei der Suche unserer Ziele voll und ganz unterstützen würden. Das hat sich nach meinem Empfinden zu 100% bewahrheitet.

Die Gruppe half mir, mein Moto, nämlich "meine Freiheit leben", zu finden und so zu definieren, dass es mich wahrscheinlich für mein weiteres Leben begleiten wird. Daneben durften wir neben spannenden, anstrengenden Arbeiten gemütliche Stunden miteinander verleben. Vor Allem das gemütliche Beisammensein an den langen Abenden werde ich nie vergessen.

Grosses Lob verdienen auch die monatlichen Treffen unserer Gruppe. Sie bilden für mich die Fortsetzung dessen, was wir in der Alpwoche erleben durften und vertiefen die Geborgenheit und die Zusammengehörigkeit. Anhand des Tagebuchs, das wir zu führen begonnen haben und immer noch führen, habe ich meine Fähigkeit besser ausgebildet, bewusst zu leben. Diese Kenntnis ist für mich sehr wertvoll. Sie erlaubt mir, besser auf unangenehme Ereignisse oder auf Enttäuschungen zu reagieren. Den Grund dafür weiss ich nicht, aber ich nehme diese Folge natürlich sehr gerne an.

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